NACHHALTIGES GESCHIRRSPÜLEN & SPÜLMASCHINENPULVER SELBER MACHEN

Ob das Geschirrspülen per Hand oder Spülmaschine ökologischer ist hängt stark von den Gewohnheiten des Einzelnen ab. Für mich stehen neben Umweltaspekten auch Praktikabilität und Gesundheit im Vordergrund.

nachhaltig geschirrspuelen mit reiner olivenseife und lappen

Geschirrspülen von Hand

Plastikverpackung und Warnsymbole gegen  das Verschlucken von Spülmittel ließen mich stutzen. Wieso sollte ich mit etwas Giftigem meine Ess- und Kochutensilien waschen?

Seitdem ist unsere Lösung so einfach wie ökologisch: Zum nachhaltigen Geschirrspülen verwenden wir einen Lappen und reine Olivenölseife – ungiftig, preiswert und verpackungsfrei.
Dazu könnt ihr das Seifenstück als Ganzes hernehmen und mit dem Lappen immer mal wieder kurz drüberwischen. Alternativ könnt ihr aus Seifenresten oder geraspelten Seifenstücken und heißem Wasser im Verhältnis 3:1 Flüssigseife selbst herstellen und diese beim Abwaschen immer wieder mal auf den Lappen geben. Ich lasse nur wenig Spülwasser vorher ins Becken ein und fange das heiße Wasser beim Klarspülen des Geschirrs im Becken auf, das sich dabei langsam füllt. Zuerst das sauberste, zuletzt das schmutzigste Geschirr abwaschen.

Habe ich gerade eine ausgepresste Zitronenschale zur Hand, benutze ich diese zum Abwaschen und spare mir die Seife gänzlich.

Auf hartnäckige Essensreste streue ich etwas Backnatron als Scheuermittel. Meist löst das warme Spülwasser den Schmutz allerdings gut von selbst, spätestens nach kurzem Einweichen. 

Meine Hände werden beim Abspülen mit Olivenseife nicht so trocken wie mit herkömmlichem Spülmittel. Dennoch verwende ich, vor allem im Winter, Gummihandschuhe. Obwohl ich ihre Lebensdauer bei Löchern in den Fingerspitzen mit einem Haushaltsgummi meist noch etwas verlängern kann, gehen sie oft nach ein paar Monaten kaputt. Habt ihr einen guten Tipp für Spülhandschuhe, die nicht so schnell kaputt gehen oder eine nachhaltigere Alternative?

 lebensdauer von gummihandschuhen mit haushaltsgummi verlaengern

 

Geschirrspülen mit der Maschine

Seit wir letztes Jahr umgezogen sind haben wir eine Spülmaschine. Mit dem schmalen speedMatic45 Modell sind wir sehr zufrieden. Für eine 60cm breite Spülmaschine hätten wir weder genug Platz noch Geschirr. Zu Zweit stellen wir die Maschine im Schnitt einmal die Woche an.

Die Spülmaschine spart uns Platz und Zeit. Trinkgläser und Tassen verwenden wir den ganzen Tag über und stellen sie erst abends in die Maschine. Große Gegenstände wie Töpfe und Pfannen spülen wir per Hand. Geschirr das in die Maschine kommt wird nicht vorgespült.

Den Geruch von konventionellem Spülmaschinenpulver fand ich sehr chemisch und unangenehm. Doch auch von den Bio-Spülmitteln konnte mich keines überzeugen, was Inhaltsstoffe, Spülergebnis und Verpackung anging. Es ärgert mich, dass die Zutaten meist nicht einmal gänzlich offen gelegt werden.

Deshalb mache ich mein Spülmaschinenpulver nun einfach selbst.

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Spülmaschinenpulver Rezept

  • 250g Citronensäure Pulver
  • 250g Backnatron
  • 250g Waschsoda
  • 250g Sauerstoffbleiche (Natriumpercarbonat)

Zutaten vorsichtig in einem gut verschließbaren Behälter zusammenmischen, damit das Pulver trocken lagern kann. 2 gehäufte Esslöffel pro Waschgang verwenden; reicht für ca. 33 Ladungen. Wir verwenden zudem Spülmaschinensalz, jedoch keinen Klarspüler in unserer Maschine.

 

Besonders wo bei uns bald (vermutlich in den nächsten Tagen, es wird spannend!) ein Kind im Haushalt lebt, finde ich es wichtig, auf giftige Substanzen zu verzichten. Ich möchte wissen, was in den Produkten steckt mit denen wir uns täglich umgeben.

Zudem finde ich es schade, dass viele Produkte für ihren Zweck unnötige Zutaten enthalten: von Füllstoffen über Düfte bis hin zu Farbpigmenten. Sie sind nicht nur potentielle Allergene, sondern verbrauchen sinnlos Energie und Ressourcen bei Herstellung und Transport.

Wie gesund ist euer Spülmittel?