FLÜSSIGSEIFE SELBER MACHEN

Flüssigseife ist manchmal einfach praktischer als das gute alte Seifenstück. Zum Beispiel wenn ich die Seife beim Geschirrspülen auf den Lappen pumpen möchte. Oder wenn ich verschmierte Finger habe und Schmutz und Krümel am Seifenstück kleben bleiben würden. Oder aber, wenn der Sohnemann gerne seine Finger ins Seifenstück bohrt bis es ganz weich wird.

Daher halte ich heute mein Rezept für Flüssigseife fest – für mich, und für alle, die es einmal ausprobieren wollen.

Seifenstücke im Topf aufkochen um Flüssigseife herzustellen

 

Warum Flüssigseife selber machen?

  • Selbst gemachte Flüssigseife ist verpackungsfrei, denn Seifenstücke findet man leicht unverpackt.
  • Aus einem 100 Gramm Seifenstück lassen sich 2 Liter Flüssigseife herstellen. Es spart also Transportenergie, wenn nur ein 100g Seifenstück durch die Gegend gefahren wird, als 2L Seife-Wasser-Gemisch in mehreren Plastikspendern.
  • Da sich unser Seifenstück schnell auflöst und rasant verbraucht wird, ist Flüssigseife die sparsamere und ökonomischere Lösung für uns.
  • Ich weiß, welche Inhaltsstoffe drin sind. Bisher habe ich nämlich keine Flüssigseife gefunden, die aus so wenigen Inhaltsstoffen besteht wie mein Lieblings-Seifenstück. Vermutlich schon deshalb, weil Flüssigseife konserviert werden muss, damit sie nicht schlecht wird.
  • Es steht weniger im Bad rum. Wenn wir zum Händewaschen ein Seifenstück verwenden, wird es nach 1-2 Tagen weich, trotz geriffelter Seifenschale mit Abtropflöchern. Dann stellen wir das Seifenstück ans Fenstersims im Bad und lassen es trocknen. So wechseln wir zwischen zwei Seifenstücken und -ablagen hin und her. Ich finde, ein Seifenspender ist da die sauberere Lösung.

 


Rezept: Flüssigseife selber machen

Fertige Flüssigseife mit samtiger Konsistenz

 

Zutaten

  • 15g Seifenreste oder klein geschnittene/geraspelte Seifenstückchen
  • 1EL Speisestärke
  • 300ml Wasser

Anleitung

Die Stärke in einem Topf ins kalte Wasser rühren und aufkochen lassen. Seifenstücke dazugeben, umrühren und die Herdplatte ausschalten. Nachdem sich die Seifenstücke aufgelöst haben und alles ein bisschen abgekühlt ist, die fertige Flüssigseife in einen Seifenspender füllen.

 

Die Speisestärke sorgt für eine gute Bindung der Flüssigseife, vor allem wenn ihr – so wie ich – ein sehr mildes Seifenstück verwendet. Die Flüssigseife haftet besser an den Händen und wird nicht so schnell verbraucht. Je nach Seifenstück funktioniert das Ganze aber auch gut ohne die Speisestärke oder ihr müsst sogar noch mehr Wasser hinzufügen falls eure Flüssigseife geliert.

Ich verwende die bio Olivenölseife vom Tiroler Kräuterhof für so ziemlich alles. Die Seife ist weich und mild. Mehr Infos findet ihr auch in meinem kostenlosen Einkaufsguide.


 

Flüssigseifenspender steht am Waschbecken im Badezimmer

 

Alternative für alle, die gekaufte Flüssigseife bevorzugen

Kennt ihr das, wenn der letzte Rest der Flüssigseife, mit Wasser verdünnt, fast genauso lange hält wie vorher die ganze Seife im Spender?
Wenn ich gekaufte Seife nachfülle, verdünne ich sie gleich zur Hälfte mit Wasser und benutze sie grundsätzlich sparsam. Das ist besser für die Umwelt und für den Geldbeutel! Ich finde man merkt beim Händewaschen keinen Unterschied.

 

Was ist eure Lieblingsseife? Und kennt ihr einen Trick wie Seifenstücke trockener bleiben?

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