bepflanzte wand mit orchideen

NEUJAHRSVORSÄTZE FÜR 2015

Vielleicht sind es die extra Kalorien vom Festessen oder die verdiente Entspannung am Jahresende, aber der Beginn des neuen Jahres gibt mir immer einen Motivationsschub.

Ich habe schon von vielen gehört, dass sie es aufgegeben haben, sich etwas fürs neue Jahr vorzunehmen. Sicher ist nicht unbedingt ein Jahreswechsel nötig, um etwas Neues zu beginnen oder sein Leben zu verändern. Aber der Zeitpunkt ist perfekt dazu geeignet in uns zu gehen und zu bewerten, wo wir in unserem Leben stehen. Es ist wichtig festzuhalten, was wir in letzter Zeit erreicht bzw. noch nicht erreicht haben und unsere Ziele mit dem Partner, der Familie und Freunden durchzusprechen.

Um Erfolg zu haben, solltet ihr gute Vorsätze vor allem aus den richtigen Gründen fassen. Wer zum Beispiel nur ein paar Kilo abnehmen will, braucht sich nicht wundern, wenn er dieses Ziel schnell wieder vernachlässigt. Wer sich hingegen vornimmt gesünder zu leben und dafür seine Gewohnheiten Stück für Stück zu ändern, hat gute Chancen dabei zu bleiben. Ziele müssen verlockend, greifbar und beständig sein, um spürbare Erfolge nach sich zu ziehen. 
Stelle dir die entscheidenden Fragen: Warum willst du überhaupt gesund sein? Was hast du kurz-, mittel- und langfristig in deinem Leben vor? Welche deiner Mitmenschen sind von deinen Entscheidungen betroffen?

Wir müssen lernen das Richtige zu wollen. Wieso reden alle immer davon etwas aufzugeben, wenn sie weniger Zucker, Fett und Tierprodukte essen wollen? Haben wir nicht eher jahrelang darauf verzichtet uns gesund, wohl und glücklich zu fühlen? Wer jeden Tag Junkfood isst, sagt gleichzeitig „nein” zu genug Nährstoffen und Vitaminen. Ich lasse mir doch von Industrie und Werbung nicht vorschreiben was ich esse!
Die Frage ist hingegen: „Was geben wir wirklich auf und was macht Sinn?” Vielleicht ist es ja nicht so schlimm Süßkram, Chips und Fastfood gegen ein gesundes und langes Leben einzutauschen. Wir finden uns viel zu oft mit unseren schlechten Entscheidungen gegen das Wohl unserer eigenen Gesundheit, unserer Umwelt und unserer Mitmenschen ab, anstatt sie zu hinterfragen und anders zu entscheiden.

Der Jahreswechsel ist nicht nur eine gute Zeit neue Gewohnheiten zu etablieren, sondern auch um sich seine Erfolge vor Augen zu führen. Viel zu selten schätzen wir unsere eigenen positiven Eigenschaften, mit deren Hilfe wir doch so gut weiter an uns arbeiten können. Nicht jedem sind die gleichen Charakterzüge wichtig. Steht dein Auftreten im Einklang mit deinen inneren Werten? 

Ich bin manchmal zu hektisch, will tausend Dinge gleichzeitig und trotzdem perfekt machen. Ich nehme mir zu viel vor und bin dann unzufrieden wenn ich nicht alles schaffe, obwohl ich mich eigentlich darüber freuen sollte so viel getan zu haben. Inzwischen habe ich erkannt, dass diese Angewohnheit – die mich oft fast wahnsinnig gemacht hat – eigentlich viel Gutes beinhaltet. Sie zeigt, dass ich viel Energie und Ambition habe und im Vorraus plane. Jetzt muss ich diesen Tatendrang nur noch auf die richtigen Sachen lenken. Ich glaube, so wie ich setzen sich viele Menschen zusätzlich zu dem Stress von außen, auch noch von innen heraus unter Zeitdruck – sei es geschäftlich oder privat. Es ist jedoch nicht so leicht, das selbst zu erkennen und dementsprechend zu reagieren.
Bei mir handelt es sich hauptsächlich um Freizeitstress, da ich neben meiner Arbeit einfach noch so viele andere Dinge machen möchte. Damit ich meine Zeit realistischer einschätzen kann, habe ich mir meinen Wochenplan mit allen Aktivitäten aufgeschrieben und festgestellt, dass mir nach dem Heimkommen von der Arbeit bis zum Schlafengehen nur 2.5 Stunden bleiben. Kein Wunder also! Das ist kaum genug Zeit für Sport und zum Abendessen, geschweige denn für andere Sachen.
Als ich Daniel meinen Zeitplan zeigte, überlegten wir gemeinsam wie wir unseren Alltag stressfrei und effektiv gestalten können, wie wir genug Zeit füreinander und Raum für Spontaneität einplanen. Ha – geplante Spontaneität! In unserem schnelllebigen Zeitalter schaffe ich mir bewusst Freiräume und nutze sie dann auch zum Entspannen und Kraft tanken. Nur so finde ich genug Energie für alles andere.

 

Abgesehen davon habe ich auch noch ein paar konkrete gute Vorsätze

  • Ich möchte lernen, noch konsequenter „nein” zu sagen zu Sachen, die ich nicht brauche, um Ressourcen zu sparen und nichts Unnötiges zu besitzen – ohne Leute dabei vor den Kopf zu stoßen.
  • Ich will so wenig Zeit wie möglich vor dem Computer verbringen und mir stattdessen mehr Zeit zum Kochen, Essen und für Gespräche nehmen – es ist viel interessanter was meine Mitmenschen zu sagen haben als der Computer.
  • Ich nehme mir vor einen Kräutergarten anzulegen, um bei unserem beschränkten Platzbangebot trotzdem etwas Leckeres mit meinen eigenen Händen anzubauen, zu pflücken und unser Essen mit Frische aufzupeppen.
  • Ich will mich daran halten wirklich kurz zu duschen, auch wenn das Wasser im Winter so schön warm ist, damit meine Haut weniger trocken ist und ich noch mehr Wasser spare (ansonsten glaube ich sehr wenig Wasser zu verbrauchen).
  • Ich möchte trotz meines kleinen, inneren, grünen Rebells nicht gegen etwas sondern für etwas stehen und aktiv Dinge ändern, mit denen ich unzufrieden bin.

 

Daniels gute Vorsätze

  • Er will in der Arbeit statt Kaffee lieber grünen Tee mit nur wenig Zucker trinken, da raffinierter Zucker ungesund ist und den Körper schwächt. Mit seinem losen grünen Tee vermeidet er gleichzeitig den täglichen Kaffeekapselmüll-Wahnsinn und hält seinen Blutdruck länger auf einem gleichmäßigen Niveau.
  • Er nimmt sich vor wieder Lesen zu lernen und seine Fachbücher zu Ende zu lesen anstatt in der Mitte aufzuhören und ein neues Buch anzufangen, das ihn gerade mehr interessiert. So kann er mit gutem Gewissen das eine zu Ende bringen bevor er das nächste anfängt und dabei besser lernen und sich weiterbilden.
  • Er möchte im Winter wieder ins Fitnessstudio gehen um sein Fitnessniveau fürs Fußball spielen aufrecht zu halten und einen Ausgleich zur Arbeit zu schaffen.

Das neue Jahr selbst begrüßen wir ohne lauten Knall, dafür mit leckerem Essen und einem intensiven Gespräch über unsere Pläne in naher Zukunft. Vielleicht werden wir auch beim Wachsgießen einen flüchtigen Blick auf unser Schicksal erhaschen.

Welche verlockenden Ziele habt ihr für 2015 ?